Sonnenschutz

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Sonnenschutz bezeichnet den Schutz vor Sonnenstrahlung und der darin enthaltenen solaren UV-Strahlung, um Gefahren und unerwünschte Auswirkungen (wie z. B. Hautkrebs, Sonnenbrand, Augenschäden oder vorzeitige Hautalterung) zu reduzieren.

Gesundheitspsychologische Aspekte von Sonnenschutz

Beim Sonnenschutzverhalten kann unterschieden werden zwischen Schutzverhalten und Risikoverhalten.

Schutzverhalten

Unter Schutzverhalten, oder genauer gesagt UV-Lichtschutz-Verhalten, subsummiert man alle Verhaltensweisen, die mit der Anwendung von Schutzmaßnahmen einhergehen. Schutzverhalten wird eher von Personengruppen gezeigt, die über größeres Wissen, eine hohe Selbstwirksamkeit und soziale Unterstützung in diesem Bereich verfügen. Weitere Aspekte, die sich positiv auf das Schutzverhalten auswirken sind das individuell wahrgenommene Hautkrebsrisiko sowie die wahrgenommenen Vorteile, die Schutzverhalten mit sich bringt. 

Risikoverhalten

Beim Risikoverhalten muss  differenziert werden zwischen dem "Meiden" und dem "Aufsuchen" der Sonne. Personen, die Risikoverhaltensweisen (im Sinne des aktiven Aufsuchens der Sonne) zeigen, haben häufig folgende Charakteristika:

  • Sie schreiben Ihrem Erscheinigungsbild eine hohe Bedeutung zu;
  • Sie haben Angst, von anderen Personen negativ bewertet zu werden;
  • Sie zeigen auch in anderen Lebensbereichen Risikoverhaltensweisen;
  • Sie werden in ihrem (Risiko-)Verhalten durch soziale Bezugsgruppen (Peers) unterstützt/bestärkt.

Sonnenschutz im beruflichen Umfeld

Insbesondere für im Freien Beschäftige, die insbesondere in den Sommermonaten intensiv solarer UV-Strahlung ausgesetzt sind, sollte der Sonnenschutz im beruflichen Umfeld eine große Bedeutung haben. Untersuchungen zeigen jedoch, dass das Sonnenschutzverhalten häufig unzureichend ist, was langfrisitig dazu führen kann, dass Hauterkrankungen (z. B. in Form von Hautkrebs) auftreten.

Fragen und Antworten zu diesem Thema finden Sie auf der entsprechenden Portalseite: Beruflicher Sonnenschutz.

Sonnenschutz - aber wie?

Aus aktuelle Leitlinien gehen verschiedene Maßnahmen hervor, wie man sich vor solarer UV-Strahlung schützen kann. Dabei wird zwischen persönlichen Schutzmaßnahmen und technischen bzw. organisatorischen Schutzmaßnahmen unterschieden. Letztere beinhalten z. B. das Meiden der Sonne in Zeiten intensiver UV-Belastung, vor allem während der Mittagszeit. Hält man sich dennoch im Freien auf, sollte die direkte Sonne gemieden werden und aktiv Schatten aufgesucht werden. Auch die Abschattung (z. B. durch Sonnensegel oder Sonnenschirme) trägt zur Reduktion (nicht zum Verhindern!)  der UV-Exposition bei.


Neuste Untersuchungen zeigen jedoch auch, dass der einzelne Arbeitnehmer häufig wenig Einfluss auf die Organisation und Gestaltung der Arbeitsbedingungen hat. Beispielweise lassen sich insbesondere auf Großbaustellen längere Pausen während der strahlungsintensiven Mittagsstunden oft nicht realisieren. Auch die Abschattung des Arbeitsbereiches, zum Beispiel im Garten- und Landschaftbau, ist aufgrund der enormen Arbeitsfläche kaum zu leisten. Vor diesem Hintergrund kommt dem UV-Lichtschutz durch persönliche Schutzmaßnahmen eine besondere Bedeutung zu.


Textiler Sonnenschutz

An erster Stelle sollten, wie bereits erwähnt, immer technische und/oder organisatorische Maßnahmen stehen. Diese gilt es zusätzlich durch persönliche UV-Schutzmaßnahmen zu vervollständigen. Dabei steht vor allem der textile Lichtschutz durch Kleidung und Kopfbedeckung (Hemd, Hose, Hut) im Vordergrund. Alle freien Körperareale, die nicht durch Kleidung geschützt werden können (z. B. das Gesicht) sollten zusätzlich durch Sonnenschutzmittel vor solarer UV-Strahlung geschützt werden (siehe unten).


Schutz der Augen

Nicht zu vernachlässigen ist außerdem der Schutz vor solarer UV-Strahlung für die Augen, insbesondere um Augenerkrankungen wie dem "Grauen Star" (Katarakt) vorzubeugen. Verschiedenste Anbieter (wie z. B. UVEX) bieten hier Modelle, sowohl für den privaten, als auch für den beruflichen Bereich an. Zu beachten, bei der Auswahl der richtigen Brille, ist vor allem die notwendige Schutzklasse. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) gibt Hinweise zur Auswahl der richtigen UV-Schutzbrille im Rahmen ihrer Empfehlungen zum Sonnenschutz. Die entsprechende Broschüre finden Sie hier. Auch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat detailliert den aktuellen Stand zum Thema "Augen- und Gesichtsschutz" aufgearbeitet.


Sonnenschutzmittel

Alle Körperbereiche, die nicht durch Kleidung vor solarer UV-Strahlung geschützt werden können, sollten mithilfe von Sonnenschutzmitteln geschützt werden.

Informationen rund um das Thema Sonnenschutzmittel finden Sie hier: Hautschutzmittel UV-Strahlung