BK-Nr. 5103 - Hilfe für Betroffene

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BK-Nr. 5103 - Hilfe für Betroffene

Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema berufsbedingter Hautkrebs.

Kann jede Hautkreberkrankung als Berufskrankheit anerkannt werden?

Nein, nicht jede Hautkrebserkrankung kann automatisch als Berufskrankheit anerkannt werden. Es gilt verschiedene Faktoren bzw. Besonderheiten zu berücksichtigen.

Unterscheidung nach Hautkrebsart und BK-Nr.

Die neue Berufskrankheit "Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung" (BK-Nr. 5103) schließt ausdrücklich nur Plattenepithelkarzinome (kurz PEK) und deren Vorstufen, aktinische Keratosen der Haut (kurz AK), ein. PEK und AK werden zum weißen oder hellen Hautkrebs gezählt. Basalzellkarzinome und maligne Melanome können nicht als BK-Nr. 5103 anerkannt werden.

Das bedeutet jedoch nicht, dass diese unter keinen Umständen als Berufskrankheit anerkannt werden können. Die BK-Nr. 5102 ("Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe") schließt sowohl Plattenepithelkarzinome und deren Vorstufen, als auch Basalzellkarzinome ein.


Berufliche Verursachung (Bedingtheit)

Von einer beruflichen Kausalität, das heißt, einem Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkei, wird gesprochen, wenn verschiedene Bedingungen erfüllt sind. Für die Anerkennung von Plattenepithelkarzinomen oder multiplen aktinischen Keratosen als Berufskrankheit muss die berufliche UV-Exposition errechnet werden. Beispielhafte Angaben, z. B. zu den für eine Anerkennung notwendigen Berufsjahren in einem Außenberuf, sind in der Wissenschaftlichen Begründung für die Berufskrankheit „Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung“ zu finden. Von einer arbeitsbedingten Verursachung ist beispielsweise auszugehen, wenn eine 80-jährige Person 24 Jahre in einem Außenberuf tätig war.


Was kann ich tun, wenn ich bereits an Hautkrebs erkrankt bin oder Vorstufen von Hautkrebs bei mir festgestellt wurden?

Oberstes Gebot bei bereits vorhandenen Schädigungen der Haut aufgrund von übermäßiger solarer UV-Strahlung ist dauerhafter UV-Schutz. Auf welche Weise Sie sich am besten vor den negativen Auswirkungen von UV-Strahlung schützen können, finden Sie auf der folgenden Seite: Sonnenschutz.