BK-Nr. 5101 - Hilfe für Betroffene

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BK-Nr. 5101 - Hilfe für Betroffene

Haben Sie die Vermutung, dass Ihre berufliche Tätigkeit dazu führt, dass sich Hautveränderungen, z. B. Rötungen, Schuppungen oder Bläschen an Ihren Händen zeigen? Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema berufsbedingte Hauterkrankungen. Betroffene beschäftigen sich häufig vor allem mit folgenden Fragen:


Werden meine Hauterscheinungen durch meine berufliche Tätigkeit verursacht oder verschlimmert?

Ein Anzeichen dafür, dass die Hauterscheinungen durch die berufliche Tätigkeit verursacht oder verschlimmert werden, ist die Abheilung bzw. die Verbesserung des Hautzustandes während der arbeitsfreien Zeit (z. B. im Urlaub oder am Wochenende). Bei einem Verdacht auf eine berufsbedingte Hauterkrankung empfiehlt es sich, intensiv Rücksprache mit Ihrem Hautarzt/Ihrer Hautärztin oder Ihrem Hausarzt/Ihrer Hausärztin zu halten und weitere Schritte zu besprechen. Alternativ können Sie auch selbstständig Kontakt zu Ihrer Berufsgenossenschaft aufnehmen.

Bei einer Kontaktallergie (z. B. gegen einen Berufsstoff) treten die Hauterscheinung erst ungefähr 72 Stunden nach Kontakt mit dem Stoff auf, so dass ein unmittelbarer Zusammenhang zur beruflichen Tätigkeit häufig nicht vermutet wird. Auch in diesen Fällen ist Rücksprache mit einem Arzt/einer Ärztin dringend anzuraten. Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Portal: Allergie sowie zum allergischen Kontaktekzem.

Was bedeutet eigentlich berufsbedingt?

Von einer berufsbedingten Hauterkrankung spricht man, wenn ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Auftreten der Hauterkrankung und der beruflichen Tätigkeit besteht. Dieser muss jedoch nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden, um präventive Maßnahmen in Anspruch nehmen zu können (siehe hierzu: Hautarztverfahren). Lediglich der Verdacht, dass der Beruf mit den Hauterscheinungen im Zusammenhang steht, ist ausreichend.


Entzündungszeichen

Anzeichen dafür, dass etwas in Ihrer Haut nicht stimmt, können zum Beispiel die Folgenden sein:

  • Rötung
  • Schuppung
  • Bläschen
  • übermäßige Verhornung
  • Risse
  • Juckreiz

Meine Haut ist entzündet, was kann ich dagegen tun?

In jedem Fall ist bei dem Verdacht auf eine Hauterkrankung, ob berufsbedingt oder nicht, medizinischer Rat einzuholen. Auch die intensive Recherche in Fachportalen, medizinischen Lehrbüchern oder dem Internet ersetzt in keinem Falle die Konsultation eines Arztes/einer Ärztin.

Ist Ihre Haut entzündet, gibt es für Sie drei Ansatzpunkte, Ihre Hautgesundheit wieder herzustellen: Hautschutz, Hautreinigung und Hautpflege.

Wer hilft mir bei im Falle einer berufsbedingten Hauterkrankung?

Die medizinische Behandlung einer Hauterkrankung obliegt in jedem Fall dem Hautarzt/der Hautärztin. Weiterhin kann die Berufsgenossenschaft beratend zur Seite stehen. Darüber hinaus gibt es vielfältige Angebote (auch seitens der Berufsgenossenschaften) zum Thema Hautgesundheit, wie z. B. die Schulungs- und Beratungszentren (schu.ber.z) der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienste und Wohlfahrtspflege (BGW).  Zusätzlich zu den Beratungsangeboten gibt es vielfältige Informationsmaterialien (auch zum downloaden).

Hier finden Sie spezifische Informationen verschiedener Berufsgenossenschaften zum Thema Hautschutz, Hautreinigung und Hautpflege.

Ist mein Arbeitgeber für den beruflichen Hautschutz zuständig?

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es verschiedene gesetzliche Grundlagen, die sich auf den allgemeinen Arbeitsschutz beziehen, z. B. das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) oder das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG). 


Ein zentraler Abschnitt des Arbeitsschutzgesetzes ist § 3:

Grundpflichten des Arbeitgebers

"(1) Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung der Umstände zu treffen, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit beeinflussen. Er hat die Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen und erforderlichenfalls sich ändernden Gegebenheiten anzupassen. Dabei hat er eine Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten anzustreben." (Quelle: Arbeitsschutzgesetz, §3, Abs. 1)

Grundsätzlich gilt demnach: Der Arbeitgeber hat für die Sicherheit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sorgen und muss diesen die persönliche Schutzausrüstung - hierzu gehören auch Hautmittel - unentgeltlich zur Verfügung stellen. Detaillierte Informationen zu rechtlichen Rahmenbedingungen finden sie hier: Rechtliche Fragen des Hautschutzes.

Welche rechtlichen Grundlagen existieren in Deutschland im Hinblick auf die Hautgesundheit am Arbeitsplatz?

Informationen und Antworten auf Fragen zu rechtlichen Aspekten (z. B. Welche gesetzlichen Grundlagen existieren in Deutschland? Welche weiteren Regeln und Richtlinien gibt es?) finden sie hier.

Worauf sollte ich selber achten? - Privater Hautschutz

Auch im privaten Umfeld, also bei Haushalts- oder Gartenarbeiten und bei Hobbys (Fitness, Handwerken), sollten Sie auf den Schutz Ihrer Haut achten. Wie Sie Ihre Haut schützen können, erfahren Sie hier. Eine Anleitung zur adäquaten Auswahl geeigneter Schutzhandschuhe finden Sie hier: Schutzhandschuhe.

Gibt es für meinen Beruf spezielle Dinge zu beachten?

Die Auswahl geeigneter Schutzmaßnahmen und das Suchen von Informationen hängen sehr stark davon ab, welchen Beruf man ausübt. Deshalb ist es sinnvoll, Informationen spezifisch im Hinblick auf Ihre berufliche Tätigkeit zu suchen. Eine erste Anlaufstelle kann Ihre Berufsgenossenschaft sein (siehe oben). Alternativ dazu finden Sie berufsspezifische Informationen zum Hautschutz anhand der nachstehenden Stichworte:

Eine Auflistung mit Links zu verschiedenen Hautschutzplänen (je nach Berufsbild) finden Sie hier: Hautschutzplan.

Gibt es Informationsmaterialien von meiner Berufsgenossenschaft?

Ja, fast alle Berufsgenossenschaften haben für den jeweiligen Bereich spezifische Angebote zum Thema beruflicher Hautschutz:

Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM)

Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW)

Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM)

Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN)

Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU)

Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienste und Wohlfahrtspflege (BGW)

Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)

Was gilt es zu beachten, wenn im Internet nach Informationen gesucht wird?

Im Internet finden sich vielfältige Angebote zum Thema "Beruflicher Hautschutz". Verschiedenste Akteure (z. B. Berufsgenossenschaften, wissenschaftliche Institutionen, aber auch Hersteller von Hautmitteln) stellen Informationen kostenlos zur Verfügung. Möchten Sie sich im Internet zum Thema "Hautgesund im Beruf" bzw. allgemein zu den Themen Hautschutz, Hautreinigung und Hautpflege informieren, sollten Sie einige Dinge beachten:

  • Keine noch so ausführliche Internetrecherche ersetzt die Konsultation eines Arztes/einer Ärztin!
  • Achten Sie stets darauf, wer Ihnen welche Informationen zur Verfügung stellt!