Kosten-Nutzen-Analysen beruflicher Hautschutz

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Kosten-Nutzen-Analysen beruflicher Hautschutz

Bedeutung der Kosten-Nutzen-Analyse

Neben Lärm sind Krankheiten der Haut der häufigste Grund für Berufskrankheiten. Zahlen der Versicherungsträger zeigen, dass rund ein Fünftel der Berufskrankheiten Hautschäden sind. Auf Grund der starken Beeinträchtigung der Betroffenen, bis hin zum Berufswechsel, ist die Kosten-Nutzen-Analyse ein wichtiges Thema bei der Umsetzung von Hautschutzmaßnahmen.

Vereinfacht gesprochen sind die Kosten für sinnvolle Hautschutzmassnahmen gering im Vergleich zu den Kosten, die einem Betriebe durch Hautkrankheiten entstehen.


Wirtschaftliche Folgen

Bedingt durch oft zu beobachtende therapeutische Hartnäckigkeit und hiermit einhergehend längerer Arbeitsunfähigkeitszeiten sind die volkswirtschaftlichen Folgekosten von Berufsdermatosen durch Arbeitsausfall und Produktivitätsrückgang in den Betrieben erheblich, sie werden für Deutschland auf 1,5 bis 1,8 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt (Diepgen 2006, John 2006).

Bei der Anzahl anerkannter Fälle und den Fällen mit beruflicher und sozialer Rehabilitation (Einzelkriterien des Rangordnungsverfahrens) liegen die Hauterkrankungen auf Platz 1.

Besonders fällt auf, dass die Erkrankungen der Haut im relativ jungen Erwerbsalter und mit geringer Latenzzeit auftreten. So sind z.B. jährlich rd. 21 Arbeitsunfähigkeitstage je 100 Pflichtmitglieder der gesetzlichen Krankenkassen auf Hauterkrankungen zurückzuführen. Durchschnittlich dauert ein AU-Fall 12 Tage. Im Jahr 2002 beliefen sich die direkten Kosten durch Hauterkrankungen auf rd. 4 Mrd. Euro.

Aus KV- und UV-Daten lässt sich Ziel Haut als Arbeitsschutzziel ableiten. Bereits bei den Überlegungen gemeinsamer Schwerpunktaktionen Länder/UVT in 2003 wurden Hauterkrankungen mit hoher Priorität genannt.


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