Hautschutzmittel

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Hautschutzmittel sollen das Ausmaß hautschädigender Einwirkungen am Arbeitsplatz verringern.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung definiert Hautschutzmittel in ihrer Allgemeinen Präventionsleitlinie Hautschutz wie folgt: "Hautschutzmittel sind Mittel, die vor einer hautbelastenden Tätigkeit auf die Haut aufgetragen werden und deren Schutzwirkung für die bestimmungsgemäße Anwendung nachgewiesen ist."


Verwendung von Hautschutzmitteln

Hautschutzmittel sind Hautmittel, die vor einer hautbelastenden beruflichen Tätigkeit zur Unterstützung der natürlichen Abwehrfunktionen auf die saubere und trockene Haut vor Arbeitsbeginn, bzw. nach Arbeitspausen aufgetragen werden. Sie werden vornehmlich dann eingesetzt, wenn das Tragen von Handschuhen nicht praktikabel (Haptik), oder gar verboten ist (rotierende bzw. drehende Maschinenteile). Hautschutzmittel sind kein Ersatz für Schutzhandschuhe und können diese grundsätzlich nicht ersetzen. Besonders dann nicht, wenn die Haut mit toxischen Stoffen in Berührung kommt oder kommen könnte. Hier sind immer Schutzhandschuhe zu tragen. Dennoch können bestimmte Hautschutzmittel auch unter Handschuhen angewendet werden.

Auswahl Hautschutzmittel

Die Belastung der Haut im Berufsleben kann auf vielfältige Weise erfolgen. Neben mechanischer Belastung und UV-Strahlung gibt es unterschiedliche Arbeitsstoffe. Es gibt kein universelles Hautschutzmittel, das gegen alle möglichen Gefährdungen schützt. Deshalb wurden auch unterschiedliche Hautschutzmittel entwickelt. So werden beispielsweise wasserunlösliche Hautschutzmittel bei Arbeiten mit wässrigen Lösungen, wassermischbaren Kühlschmiermitteln, Wasch- und Reinigungsmitteln, etc. empfohlen. Wasserlösliche Hautschutzmittel werden beim Umgang mit bestimmten organischen Lösemitteln, nicht wassermischbaren Kühlschmierstoffen, Schneidölen, etc. eingesetzt. Wichtig für eine optimale Schutzwirkung ist die dem jeweiligen Arbeitsplatz angepasste Auswahl der Hautschutzmittel sowie die sachgerechte und regelmäßige Anwendung.

Rechtliche Bestimmungen

Juristisch sind berufliche Hautschutzmittel Kosmetika und unterliegen der Kosmetik-Richtlinie der Europäischen Union (EU). In der Bundesrepublik Deutschland ist das Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) sowie die Kosmetik-Verordnung (KV) Rechtsgrundlage. Berufliche Hautschutzmittel zählen auch zur Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) nach der PSA-Benutzer-Richtlinie der EU. Weiterhin finden sich rechtliche Grundlagen für den Einsatz beruflicher Hautschutzmittel in Deutschland im Arbeitsschutzgesetz, der PSA-Benutzungsverordnung sowie in den Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS).

Nutzen Hautschutzmittel

Der richtige Einsatz von Hautschutzmittelnn hilft nicht nur Berufsdermatosen und damit im schlimmsten Fall die Aufgabe der beruflichen Tätigkeit zu verhindern, sondern erspart auch allen Beteiligten (Hautkranke, betroffene Unternehmen, Berufsgenossenschaften, etc.) vermeidbare Kosten.