Hautarztbericht

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Mit diesem Stichwort verknüpfte Kategorie(n): Formulare, Hautarztverfahren und Hautarztberichte, Praktische Hilfen.

Der Hautarztbericht ist das wichtigste Hilfsmittel im Hautarztverfahren. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen und Hinweise zu Formularen der Berichterstattung.

Einführung:

In der Online-Enzyklopädie der Dermatologie, Venerologie, Allergologie und Umweltmedizin (Prof. Dr. med. P. Altmeyer) wird der Hautarztbericht als "zentrales Insturment des Hautarztverfahrens zur Früherfassung von Berufsdermatosen" bezeichnet. Das Hautarztverfahren wird eingeleitet, wenn der Verdacht besteht, dass bestehende Hautveränderungen durch die berufliche Tätigkeit verursacht sind bzw. verursacht sein könnten.

Ziel ist es, die Entstehung einer Berufskrankheit (im Sinne einer BK-Nr. 5101, BKV) zu verhindern. Die Berichterstattung - also die Kommunikation zwischen Hautarzt und Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaft, BG) - mittels Hautarztbericht soll dabei die Koordination individueller Präventionsmaßnahmen unterstützen.

Erstellung des Hautarztberichtes:

Der Hautarztbericht wird durch Haut- oder Betriebsarzt (Arbeitsmediziner), bzw. Ärzte, die die Zusatzbezeichnung "Betriebsmedizin" führen erstellt. Der ausgefüllte Bericht wird dann an die zuständige Berufsgenossenschaft bzw. den Unfallversicherungsträger gesendet.

Bei Einleitung des Hautarztverfahrens wird mittels Vordruck "Hautarztbericht - Einleitung Hautarztverfahren/ Stellungnahme Prävention (F6050)" der Bericht erstattet. Die Dokumentation des Behandlungsverlaufs erfolgt mit dem Vordruck "F6052". Alle Vordrucke zum Download finden Sie unter Formulare.

Hautarztbericht - Einleitung Hautarztverfahren/ Stellungnahme Präventions (F6050):

 
Hautarztbericht - Einleitung Hautarztverfahren (mit Klicken vergrößern)
Zentrale Inhalte des Hautarztberichtes sind:
  • allgemeine Angaben zur versicherten Person;
  • Angaben zur ausgeübten beruflichten Tätigkeit;
  • Angaben zu Hautbelastungen sowie zu Schutzmaßnahmen, hier insbesondere
    • zu den am Arbeitsplatz vorhandenen Arbeitsstoffen (z. B. Öle, Fette, Desinfektions- oder Reinigungsmitteln),
    • zum Ausmaß der mit den Tätigkeiten einhergehenden Verschmutzungen,
    • zum Ausmaß der Feuchtarbeit,
    • zu Handschuhtragezeiten (nur Okklusionszeiten),
    • zur Handwaschfrequenz,
    • zur vorhandenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA: Handschuhe, Hautschutzcreme, Hautreinigungsmittel, Hautpflegemittel) sowie zu
    • außerberuflichen Hautbelastungen.
  • Angaben zur Hauterkrankung;
  • Angaben zum aktuellen Hautbefund;
  • Angaben zu etwaigen Testungen (z. B. Epicutantestungen sowie zur Relevanz der jeweiligen Allergene);
  • Diagnose(n);
  • Angaben zur Kausalität (Anhaltspunkte für eine berufliche Verursachung);
  • Therapie- und Präventionsempfehlungen;
  • Angaben zur Notwendigkeit eines Aufgabezwang sowie abschließend
  • Angaben zum Hautbefund mittels Beiblatt.

Umfassende Informationen zu allen Neuerungen im Hautarztbericht können Sie nachfolgend verlinktem Vortrag von Prof. Dr. med. Christoph Skudlik entnehmen: hier.

Hautarztbericht - Behandlungsverlauf (F6052):

Hautarztbericht - Behandlungsverlauf (mit Klicken vergrößern)

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Weiterführende Informationen:

http://www.dguv.de/medien/inhalt/versicherung/bk/hautkrankh/documents/f6122_5103.pdf ...Zustimmung des Patienten ist erforderlich...

...Hausarzt ist verpflichtet bei Bedarf einer Berufserkrankungen an einen Hautarzt zu überweisen...

... Berufsgenossenschaft kann ein Hautschutzzentrum / Spezialkliniken und Beratungszentren berufliche Hauterkrankungen einbinden... parallel zur Behandlung durch den niedergelassenen Hautarzt...