Systematischer Hautschutz

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Der Systematische Hautschutz besteht aus drei gleichberechtigt nebeneinanderstehenden Säulen: dem Hautschutz, der Hautreinigung und der Hautpflege. Diese Seite gibt einen einführenden Überblick zum systematischen Schutz der Haut. Weitere Informationen zu Hautschutz, Hautreinigung und Hautpflege finden Sie auf den unten angegebenen Seiten.

Was ist unter systematischem Hautschutz zu verstehen?

Der Bundesverband Handschutz (BvH) definiert systematischen Hautschutz im Rahmen der BVH-Info Reihe Nr. 9 (aktuell in Überarbeitung) als ein "abgestimmtes Konzept bestehend aus 

  • präventivem Hautschutz,
  • verschmutzungsorientierter und schonender Hautreinigung und
  • regenerierender Hautpflege."

Die Kosten für die Einführung und Beibehaltung eines systematischen Hautschutzkonzeptes sind laut BVH deutlich geringer, als die (direkt oder indirekt) durch Hauterkrankungen enstandenen Kosten. Systematischer Hautschutz sei daher als "soziale Errungenschaft" zu würdigen und solte "zum Schutz der eigenen Gesundheit konsequent genutzt werden" (BVH-Info Reihe Nr. 9).

Wie kann systematischer Hautschutz umgesetzt werden?

Schritt 1: Analyse des Arbeitsplatzes und des Arbeitsumfeldes

Im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung lassen sich Gefahren für die Gesundheit bzw. für die Haut eruieren.

Schrritt 2: Substitution vor persönlichem Schutz

Aus den Ergebnissen der Gefährdungsbeurteilung lassen sich geeignete Schutzmaßnahmen ableiten. Hier gilt jedoch (ähnlich wie beim Thema Sonnenschutz; vgl. Abschnitt "Beruflicher Sonnenschutz nach dem TOP-Prinzip), dass die Substitution, als der Austausch gefährlicher Substanzen Vorrang hat vor technischen und organisatorischen sowie vor persönlichen Schutzmaßnahmen. Konkret bedeutet dies, dass (wenn möglich!) ein stark hautreizendes Kühlschmiermittel (oder ein stark hautreizendes Desinfektionsmittel) gegen ein weniger gefährliches oder ungefährliches Mittel ausgetauscht werden sollte. Ist der Austausch nicht möglich und, gibt es keine technischen oder organisatorischen Maßnahmen (z. B. Non-touch-Techniken), sich vor gefährdenden Stoffen zu schützen, ist der Schutz durch persönliche Schutzausrüstung zu realisieren.

Schritt 3: Auswahl von persönlicher Schutzausrüstung

Hier kann vor allem das Hinzuziehen von Fachkräften für Arbeitssicherheit, weiteren Sachkundigen, Berufsgenossenschaften oder Aufsichtsbehörden hilfreich sein. Darüber hinaus können gesetzliche  Grundlagen (Richtlinien, Unfallverhütungsvorschriften etc.) eine Orientierung bieten. Die korrekte Auswahl von Schutzhandschuhen soll nachfolgend eine untergeordnete Rolle spielen, ist in der Praxis jedoch  ein zentraler Aspekt für den Hautschutz.

Schritt 4: Auswahl geeigneter Hautmittel

Die Auswahl geeigneter Hautmittel hängt von verschiedenen Faktoren ab, z. B. der Art der Belastung, der Art potenzieller Verschmutzungen, Allergien usw. Informationen zu den unterschiedlichen Bereichen finden Sie im Rahmen des Portals. Siehe hierzu unten: Weitere Stichworte auf beruflicher-Hautschutz.de

Idealerweise wird Systematischer Hautschutz in Form eines spezifischen Hautschutzplans realisert. Alle Informationen rund um Hautschutzpläne sowie weitere Links zu beispielhaften (vorgefertigten) Hautschutzplänen für bestimmte Berufe (z. B. Friseure, Pflegekräfte oder Metallarbeiter) finden Sie hier.

Weitere Stichworte auf beruflicher-Hautschutz.de

Zum Systematischen Hautschutz zählen im Allgemeinen drei Säulen: der Hautschutz, die Hautreinigung und die Hautpflege.