Ekzem

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Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu konkreten Diagnosen, die im gestellt werden können, wenn ein Handekzem vorliegt.

Einführung - Was ist ein Ekzem?

Hauterscheinungen (z. B. an den Händen) zu verstehen kann mitunter schwierig sein. Was genau sich hinter dem Begriff "Ekzem" (synonym auch "Dermatitis") verbirgt, soll daher nachfolgend erläutert werden,

Innerhalb der S1-Leitlinie Kontaktekzem wird der Begriff "Ekzem" wie folgt definiert:

"Eine Ekzemreaktion ist eine durch ein Nach- und Nebeneinander von Erythem, Bläschen, Exsudation, Papeln und Schuppen charakterisierte entzündliche Intoleranzreaktion der Haut" (S. 3).

Ein Ekzem (= eine Entzündung) wird häufig durch äußere, jedoch nicht-infektiöse Einwirkungen verursacht. Beteiligt können unter anderem immunologische, chemische oder physikalische Faktoren sein. Das bedeutet, dass ein Ekzem zwar durch Einwirkungen "von außen" entstanden sein kann, diese Einwirkungen jedoch keine Bakterien oder Viren waren, sondern vielmehr weitere Reize, die auf die Haut einwirken. Nichtsdestotrotz kann ein Ekzem auch durch endogene (= innere) Faktoren ausgelöst werden (siehe unten: Atopisches Handekzem).

Nachfolgend werden verschiedene Formen des Handekzems kurz dargestellt. Darüber hinausgehende Informationen finden Sie auf den entsprechenden Seiten.

Abnutzungsekzem

Synonyme: kumulativ-subtoxisches Kontaktekzem/subtoxisch-kumulatives Kontaktekzem; degeneratives Kontaktekzem; toxisches Ekzem;

Das Abnutzungsekzem entsteht häufig durch eine andauernde Belastung der Haut (bzw. der Hände). Belastend können dabei sowohl chemische Substanzen, mechanische Belastung aber auch Wasser oder Feuchtigkeit wirken. Das Abnutzungsekzem entwickelt sich also durch eine langfristige Einwirkung eines oder mehrerer nur gering hautschädigender Stoffe. Häufig kann aufgrund des klinisches Bildes keine eindeutige Diagnose gestellt werden, so dass der zeitliche Verlauf der Erkrankung als Hilfe hinzugezogen wird. Häufig treten außerdem "Mischformen" auf, z. B. ein Kombiniertes Handekzem (siehe unten), welches aus einem Abnutzungs- und einem allergischen Ekzem besteht.

Weiterführende Informationen hier: Abnutzungsekzem

Allergisches Kontaktekzem

Synonyme: Allergisches Ekzem; Allergische Kontaktdermatitis; kontaktallergisches Ekzem; kontaktallergische Dermatitis; Kontaktallergie; 

Einem allergischen Kontaktekzem geht eine Sensibiliserung gegen ein bestimmtes Allergen (oder ein kreuzreaktives Allergen) voraus. Ist man sensibilisiert auf einen Stoff - hat man also eine Allergie (Spättyp, Typ IV) erworben - und hat Kontakt zu diesem Stoff, kommt es zu ekzematösen Hautveränderungen: ein allergisches Kontaktekzem entsteht.

Weiterführende Informationen hier: Allergisches Kontaktekzem, Allergie, Allergene

Atopisches Handekzem

Synonyme: Atopische Dermatitis; palmares Ekzem; chronische Dermatitis; chronisches Handekzem; Neurodermitis

Ein atopisches Handekzem wird nicht wie die beiden zuvor beschriebenen Formen von außen beeinflusst, sondern ist durch innere, also anlagebedingte Faktoren beeinflusst und ausgelöst. Das atopische Handekzem zählt entsprechend zu den Grunderkrankungen der Haut (konstitutionell), welche nicht durch die berufliche Tätigkeit verursacht, jedoch durch diese verschlimmert werden kann. 

Weiterführende Informationen hier: Atopisches Handekzem

Hyperkeratotisch rhagadiformes Handekzem

Synonyme: -

Hyperkeratotisch-rhagadiformes Handekzem bezeichnet eine Ekzemform, die sich durch Hyperkeratosen (= übermäßige Verhornungen) sowie Rissbildung (Rhagaden) auszeichnet. Der Verlauf ist in der Regel chronisch. Insbesondere Männer zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr sind von dieser Form des Handekzems betroffen.


Weiterführende Informationen hier: Hyperkeratotisch-rhagadiformes Handekzem

Kombiniertes Handekzem

In der Praxis findet man häufig nicht die eine Form eines Handekzems. Vielmehr existieren in der Regel Mischformen, z. B. ein kombiniertes Handekzem bestehend aus den Komponenten eines atopischen Handekzems und eines Abnutzungsekzems. Je nach Einfluss und auslösenden Faktoren gibt es hier eine Vielzahl an Möglichkeiten, die bei der Diagnosestellung berücksichtigt werden müssen.