BK-Nr. 5101

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Die Berufskrankenheiten-Nummer 5101 wird in Anlage 1 der Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) wie folgt definiert:

"Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können"

Aus der Anerkennung als Berufskrankheit resultiert die gesetzliche Verpflichtung, den Erkrankungsbildern "mit allen geeigneten Mitteln entgegenzuwirken" (siehe hierzu: § 3 Berufskrankheiten-Verordnung, SGB 7).


Wer ist gefährdet?

Die Hände sind die wichtigsten Werkzeuge des Menschen, sowohl im Privatleben, als auch im beruflichen Alltag. Durch dauerhafte Belastungen am Arbeitsplatz können sich Hautveränderungen einstellen und  berufsbedingte Hauterkrankungen verschiedenster Art entstehen. Insbesondere Personen, die eine sogenannte "hautbelastende Tätigkeit" ausüben, sind besonders gefährdet eine berufsbedingte Hauterkrankung zu entwickeln. Klassische Branchen und Berufe, die hierzu zählen sind:

  • das Friseurgewerbe,
  • das Baugewerbe,
  • der Bereich der Pflege- und Gesundheitsberufe,
  • verschiedene Berufsbilder im Bereich der Holz- und Metallverarbeitung
  • Berufe in der chemischen Industrie


Berufliche Hauterkrankungen dominieren das berufliche Krankheitsgeschehen (siehe auch: Statistiken berufliche Hauterkrankungen). Dabei handelt es sich zu 90% um Ekzeme. Berufsbedingte Ekzeme treten besonders häufig an den Händen auf, da diese in den meisten Fällen den schädigenden Einflüssen ausgesetzt sind. Sie können aber auch an anderen Körperstellen wie z. B. im  Gesicht, an den Beinen oder an den Füßen auftreten. Ekzeme zeichnen sich durch eine Entzündung der Epidermis und der oberen Dermis (Oberhaut und obere Lederhaut) aus und sind nicht durch eine Ansteckung (= mikrobielle Infektion) erworben.

Entsprechend der beruflichen Tätigkeiten und der damit einhergehenden Hautbelastung am Arbeitsplatz, sollte sich um effektiven Hautschutz bemüht werden. Ganz klar sollte sich ein Friseur/eine Friseurin mit anderen Maßnahmen vor Hautbelastung schützen als jemand, der z. B. im Baugewerbe tätig ist. Bei Fragen zum beruflichen Hautschutz bzw. der Suche nach Informationen sollte daher immer der eigene Beruf ausschlaggebend für die Wahl der Informationsquelle sein. Die nachstehenden Übersichtsseiten bieten einen guten und für den jeweiligen Beruf spezifischen Einstieg:

Hilfe für Betroffene

Sind bereits Hauterscheinungen aufgetreten, finden Sie  auf der Überblicksseite BK-Nr. 5101 - Hilfe für Betroffene häufig gestellte Fragen und Antworten zum Thema berufsbedingte Hauterkrankungen. Außerdem finden Sie Hinweise und Tipps, was Sie tun können, um Ihre Hautgesundheit wieder vollständig herzustellen.

In jedem Fall sollten Sie einen Hautarzt/eine Hautärztin aufsuchen. Äußert diese/dieser den Verdacht, dass Ihre Hauterscheinungen etwas mit Ihrer beruflichen Tätigkeit zutun haben, wird das sogenannte Hautarztverfahren in Gang gesetzt.

Arbeitshilfen für Dermatologen

Hinweise und Erläuterungen zur Anzeige bzw. bei Verdacht einer BK-Nr. 5101 finden Sie hier:

Medizinisch-naturwissenschaftliche Grundlagen

Hier erhalten Sie alle wichtigen Informationen zu medizinisch-naturwissenschaftlichenGrundlagen:

Rechtliche Fragen

Zur Klärung rechtlicher Fragen bieten sich die folgenden Stichwörter als Informationsquellen an:

Prävention von berufsbedingten Hauterkrankungen im Sinne der BK-Nr. 5101

Alles zum Thema Präevention finden Sie hier: Prävention von Hauterkrankungen

Wichtige Institutionen und Ansprechpartner


Häufig zu findende Synonyme im Kontext der BK-Nr. 5101 sind:

  • Berufskrankheit 5101,
  • Berufsdermatose,
  • berufliche Hauterkrankung,
  • berufliches Handekzem.