Allergie

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Willkommen auf der Übersichtsseite zum Thema Allergie!

Definition – Was ist eine Allergie?

Allergie zu definieren kann mitunter schwierig sein. Betrachtet man die unten aufgelisteten Definitionen, fällt auf, dass dabei verschiedene Aspekte eine Rolle spielen.

Eine Allergie ist eine Immunreaktion des Körpers auf nicht-infektiöse Fremdstoffe (Antigene bzw. Allergene). Der Körper reagiert mit Entzündungszeichen und der Bildung von Antikörpern (Antigen-Antikörper-Reaktion).
Eine Allergie ist eine spezifische Reaktion des Immunsystems auf bestimmte, eigentlich harmlose Stoffe aus unserer Umwelt, die dann als Allergene bezeichnet werden. Das Immunsystem reagiert auf diese Stoffe wie auf einen Krankheitserreger. Im Unterschied zu der normalen Reaktion, die das Immunsystem etwa auf Bestandteile eines Krankheitserregers zeigt, ist die Reaktion auf ein Allergen jedoch deutlich übersteigert.
Als Allergie wird eine überschießende krankhafte Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet. Die allergische Reaktion richtet sich gegen von außen kommende Stoffe.

Allen Definitionen haben folgende Aspekte gemeinsam: Es handelt sich bei einer Allergie um eine körpereigene (Über-)Reaktion auf (eigentlich) harmlose Umweltstoffe, die als Allergene bezeichnet werden. Hierbei spielt das Immunsystem eine entscheidende Rolle.

Allergietypen

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen vier verschiedenen Allergietypen:

  • Typ I: Allergie vom Soforttyp
  • Typ II: Zytotoxische Reaktion
  • Typ III: Immunkomplexreaktion
  • Typ IV: Allergie vom Spättyp

Im Kontext des beruflichen Hautschutzes sind vor allem Typ I-Allergien und noch mehr Typ IV-Allergien relevant. Die Allergietypen II und III sollen daher an dieser Stelle eine untergeordnete Rolle spielen.

Allergie vom Soforttyp (Typ I)

Die Soforttype-Allergie wird mittels Pricktest nachgewiesen. Klassische Allergene sind hier vor allem Gräser, Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben sowie ebenfalls Latex. Weitere Informationen rund um das Thema Latex finden Sie auf folgenden Seiten: Latexallergie, Latexhandschuhe und Allergiegefahr sowie Naturgummilatex.

Allergie vom Spättyp (Typ IV)

Eine Typ IV-Allergie wird durch einen Epikutan- oder auch Pflastertest nachgewiesen. Da hier ein sehr breites Spektrum an potenziellen Allergenen existiert, kann die Test unter Umständen kompliziert sein. Eine Auswahl klassischer Typ IV-Allergene finden Sie unten.

Kommt es bei bestehender Sensibilisierung - z. B. gegenüber einem Inhaltsstoff eines Desinfektionsmittels - zu Kontakt mit diesem, so entsteht ein allergisches Kontaktekzem (siehe in diesem Zusammenhang ebenfalls: Kontaktallergie).

Institutionen und Datenbanken

In Deutschland existieren viele Gesellschaften und Datenbanken zur Kontaktallergie. Eine Auswahl ist nachfolgend aufgeführt:

Datenbank "Alles zur Allergologie"
alternativ siehe: Alles zur Allergologie

Typ IV-Allergene

Selektive Auswahl bekannter Typ IV Allergene:

4-tert.-Butylphenol-Formaldehydharz (PTBP-F-R)

Ammoniumpersulfat

Benzisothiazolinon

Benzocain

Bronopol

Bufexamac

Cetylstearylalkohol

Chromat

Duftstoffe

Formaldehyd

Glutaraldehyd

Glyoxal

Kobalt

Nickel

Octylisothiazolinon

Parabene

Paraphenylendiamin

Perubalsam

Phenoxyethanol

Propolis

Quecksilber(II)-amidchlorid

Terpentinöl

Wollwachsalkohole

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